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Sterneküche für Zuhause //
Eating with the Chefs

Eating with the chefs | Foto: Manon Nandika Zimmermann

Eating with the Chefs… Also, ich esse ja eigentlich immer mit ’nem „Chef“. Ich hab da ja einen zuhause und das ist schon ein wahnsinniger Luxus – hat aber auch so seine Tücken. 😉 Nudeln zum Beispiel… die kann ich immer nur sehr schwer essen, wenn der Mister gekocht hat. Die sind nämlich grundsätzlich soooo scharf, dass ich mit hochrotem Kopf und feuerspeiend am Tisch sitze… Und wer mich kennt, weiß… ich kann nicht scharf essen… mal so gar nicht. 🙂

Oder Trockentücher sind auch so ein Thema. In Profiküchen haben die einen anderen Stellenwert… Da sind das Lappen. Nichts dekoratives, das man mal hübsch über die Backofenklappenstange hängt, oder mit dem man bedenkenlos ein Glas polieren kann. Nee, nee… Tomatensauce verschüttet – Zack, das gröbste mit nem Trockentuch weggemacht. Auflaufformen aus dem Ofen holen – Trockentuch zusammenlegen und rausholen… Ups, jetzt hing es halb im Käse… macht nix…

Hechtsprünge gab es schon von meiner Seite, um im letzten Moment das „gute Tuch“ gegen ein Gastrotuch auszutauschen – das sind die, die eh schon Brandlöcher haben oder bei denen die Rotweinsaucenflecken auch bei mehrmaligem Waschmaschinenkochmarathon nicht rausgegangen sind. Der Mister verdreht dann regelmäßig die Augen und sagt „Das ‚Gute’… was soll das denn sein? Das ist ein Trockentuch“. Wir haben nur eine Handvoll Streitthemen bei uns zuhause… Jetzt kennt ihr eins davon 😉

Aber außer diesen Kleinigkeiten, lebt es sich ehrlich gesagt seeeeeehr komfortabel mit einem „eigenen Koch“. 😉

Aber auch wir gehen gerne essen oder lassen uns bekochen. Daher haben wir natürlich sofort zugesagt, als Eating with the Chefs auf uns zukamen und gefragt haben, ob wir nicht Lust hätten, mal ein EWTC-Menü zu probieren.

Foto: Eating with the Chefs

Foto: Eating with the Chefs

Eating with the chefs | Foto: Manon Nandika Zimmermann

Eating with the Chefs ist perfekt für alle, die richtig, richtig gutes Essen zu schätzen wissen. Der Deluxe-Lieferdienst liefert Kreationen von Berliner Spitzenköchen, fertig zubereitet zu euch nach Hause.

Eating with the chefs | Foto: Manon Nandika Zimmermann

Alles was man tun muss, ist die einzelnen Komponenten – die einvakuumiert geliefert werden – genau nach Anweisung im Wasserbad oder im Ofen zu erhitzen und *Zack *Boom hat man nach 15 Minuten ein Mega-Gericht auf dem Teller – das auch noch knallermäßig aussieht, weil es sogar eine Step-by-Step-Anleitung zum Anrichten gibt.

Und auch die Haltung zu Verpackungen und Co. ist toll – Alle Verpackungen bei Eating with the Chefs, ob Kartonage-Boxen, Gläser oder Vakuumbeutel, sind aus umweltfreundlichen und recyclebaren Rohstoffen hergestellt und werden vom Fahrer bei der nächsten Bestellung gern kostenlos wieder mit genommen.

Eating with the chefs | Foto: Manon Nandika Zimmermann

Und ehrlich: das war alles so idiotensicher und sieht nachher aus, als wäre der Koch, der das Menü kreiert hat, mal eben schnell aus dem Küchenschrank gesprungen, hätte angerichtet und wäre wieder verschwunden.

Unser Menü war von Steffen Sinzinger, der Küchenchef im Xxenia in Berlin ist und nebenbei den supercoolen Foodblog „Berliner Speisenmeisterei“ betreibt.

Zur Vorspeise gab es: Geschmorte Schweinebäckchen mit grünem Spargel, eingelegter Zitrone und Zitronen-Gel mit gepopptem Quinoa und Affilakresse.

Eating with the chefs | Foto: Manon Nandika Zimmermann

Eating with the chefs | Foto: Manon Nandika Zimmermann

Und was soll ich sagen. Dieses Gericht hat es bereits nach dem ersten Bissen in meine All-Time-Favourite-Bestenliste-of-ever-eaten-Meals geschafft… Wahnsinnig weiches und zartes Fleisch, knackiges Gemüse und diese Zitronen – Haaaaammer. Einmal als Gelee und einmal als eingelegte Variante.

Eating with the chefs | Foto: Manon Nandika Zimmermann

Beim Gelee war ich recht skeptisch beim Anrichten – es wirkte recht viel und wir wollten erst schon einen Rest übrig lassen, dachten uns dann aber „Nein, die Damen und Herren werden sich da wohl was bei gedacht haben..“ – und ernsthaft, kein Tropfen mehr, kein Tropfen weniger… es war wirklich perfekt.

Nach dem ersten Bissen, schauten der Mister und ich uns an, rißen die Augen auf und „Mhmmm“ten und „Ooohh“ten uns durch die salzig, säuerlich-süße, cremig-knusprige Vorspeise. Und selbst die Deko-Kresse war so unfassbar lecker. Mit einer witzigen Anisnote war sie der Extrakick Frische.

Wir versuchen jetzt grade Himmel und Hölle in Bewegung zu setzen, um DIESE (genau diese) Vorspeise für unsere Standesamtliche Hochzeit im Oktober zu bekommen. Das wäre wirklich phänomenal.

Eating with the chefs | Foto: Manon Nandika Zimmermann

Und es ging super weiter.
Hauptgang: Lammrücken und Krokette von der Lammschulter mit Edamame, Ofenkarotten und einer Polentacreme.. Dazu konfierte Tomate und kandierte Olive. Das Fleisch noch rosa, die Krokette saftig, die Möhren knackig.

Eating with the chefs | Foto: Manon Nandika Zimmermann

Und diese Tomaten… Muhahaaa… ich möchte alles nur noch konfiert haben – von Steffen Sinzinger. Denn bei dem heißt konfiert „dieses kleine Etwas wird in deinem Mund herumhüpfen, Samba tanzen, mit Konfetti um sich schmeißen und dich verdammt glücklich machen“. Hut ab, großes, großes Kino und Danke für diese Geschmäcker!!!

Eating with the chefs | Foto: Manon Nandika Zimmermann

Finally, the Nachtisch: Himbeermousse mit Vanillecreme, Rhabarberkompott und Himbeersauce.

Eating with the chefs | Foto: Manon Nandika Zimmermann

Das Mousse konnte man, wenn man wollte, vorher in den Froster stecken, so dass man zum Anrichtezeitpunkt dann ein Halbgefrorenes hatte. Optisch kam die Nachspeise bei uns leider nicht an Vor- und Hauptspeise ran, was aber daran lag, dass wir die Spritztütchen etwas zu weit aufgeschnitten hatten. Es wurde dann eher ein Himbeer-Massaker. Dennoch war alles lecker und hat das Ganze sehr schön abgerundet.

Eating with the chefs | Foto: Manon Nandika Zimmermann

Wir sind Fans. Aber so was von! Und auch der Mann vom Fach war schwer beeindruckt, dass dieses Konzept soooo gut funktioniert und solche Teller zuhause entstehen.

Und der erleichterte Blick in die Küche zeigte… Nix zu spülen. Den Topf, den man fürs Wasserbad brauchte ausgekippt und durchgewischt. Das Backpapier vom Blech in den Mülleimer. 3 Teller pro Person in die Spülmaschine… das war’s. Sehr entspannt und relaxt.

Wir haben jetzt beschloßen, lieber einmal öfter im Monat Eating with the Chefs zu bestellen, anstatt Essen zu gehen – denn diese Qualität und diese Kreativität bekommen wir hier im Umkreis von 50 Kilometern nicht auf den Teller. Das war eine ziemliche Punktlandung und ich bin einmal mehr sehr glücklich darüber, dass man durch diese verrückte Bloggerei so viele tolle Menschen und tolle Konzepte kennenlernt.

Das Menü wurde uns von Eating with the Chefs kostenfrei zur Verfügung gestellt. Die Meinung im Beitrag ist meine eigene und wurde durch nichts beeinflusst, außer durch die grandiose Qualität und Originalität der Produkte. Herzlichen Dank – es war uns ein Fest.

2 Kommentare

    • Das war es auch! Kleiner Tipp: Bis Ende der Woche (15.07.) ist genau dieses Menü von Steffen Sinniger wieder bei Eating with the Chefs auf dem Menüplan 😉 Liebe Grüße liebe Desiree!

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